1996-2003: Niederlandisierung Barças
Der Abschied von Johan Cruyff zog einen tiefen Bruch zwischen den Fans und dem Vorstand des FC Barcelona nach sich, der sich auch im Clubleben bemerkbar machte. Dessen ungeachtet folgte unter dem englischen Trainer Bobby Robson eine Saison mit neuen Stars – Ronaldo, Luis Figo und Luis Enrique -, die mit 102 Saisontoren einen neuen Ligarekord aufstellten und den spanischen Pokal sowie zum vierten Mal den Pokal der Pokalsieger gewannen.
Louis van Gaal betritt das Camp Nou
Ein Jahr später beerbte der Niederländer Louis van Gaal Bobby Robson auf dem Trainerposten. Im Gegensatz zu seiner späteren Zeit bei Bayern München vertraute er keinem der einheimischen Nachwuchstalente, sondern holte zahlreiche Spieler aus seiner Heimat nach Barcelona, mit denen er bei Ajax Amsterdam bereits zusammengearbeitet und dort die Champions League gewonnen hatte. Trotz seiner Erfolge – in seinem ersten Jahr holte er das Double und 1998/99 noch einmal die Meisterschaft – war er bei den Fans außerordentlich unbeliebt. Denn neben der „Niederlandisierung“ der Mannschaft (acht Holländer spielten 1999 bei Barça) warfen sie ihm eine unattraktive Spielweise und eine autoritäre und arrogante Haltung vor.
2000: Abschied von Luis van Gaal
Nach den Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des Clubs 1999 und dem Halbfinal-Aus in der Champions League gegen Valencia im Mai 2000 ging nun nach 22 Jahren auch die Ära von Präsident Núnez zu Ende. Und auch van Gaal musste Barcelona nach der titellosen Saison 1999/2000 verlassen. Van Gaal kehrte allerdings in der Saison 2002/03 noch einmal nach Barcelona zurück. Dies war jedoch sein letztes Gastspiel bei Barça, denn nach 19 Spieltagen wurde er wiederum entlassen. Diesmal stand der FC Barcelona auf Platz 12, nur drei Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt.



